Vier Sterne. Null Schlaf: Was Hotels über Evidence-Based-Design dringend lernen müssen
Shownotes
Hast du dich auch schon mal gefragt, warum du in Hotels oft schlechter schläfst als zu Hause, trotz edler Einrichtung und vier Sternen an der Tür? In dieser Folge nehme ich dich mit hinter die Kulissen und zeige dir, worauf es beim Thema Schlaf im Hotel wirklich ankommt.
Ich erzähle dir von meinen eigenen schlaflosen Hotelnächten, davon, wie wichtig Ruhe wirklich ist und warum Lampendesign und edle Möbel manchmal an deinem echten Bedürfnis vorbeigehen. Gemeinsam schauen wir uns an, was "Evidence Based Design" heißt und warum die Hotellerie einen Perspektivwechsel braucht: Räume müssen nicht nur schön aussehen, sondern sich vor allem gut anfühlen.
Mit einer Mischung aus ehrlicher Erfahrung und wissenschaftlichen Hintergründen zeige ich dir, wo Hotels in Sachen Raumgestaltung und Schlafkomfort oft scheitern. Und vor allem: Was dein Körper braucht, um auch unterwegs wirklich zu regenerieren.
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Transkript anzeigen
00:00:07: Willkommen zu meinem Podcast Spatium Wellbeing für Herz, Hirn und Raum.
00:00:13: Vier Sterne Null Schlaf.
00:00:16: Was Hotels über Evidenz-Base Design dringend lernen müssen Darüber möchte ich heute mit euch sprechen Genauer gesagt Über Hotels Und Ihr Vielleicht Wichtigstes Produkt Schlaf.
00:00:28: Denn seien wir mal ehrlich Wenn ich nachts um halb drei wach im Bett lege Interessiert mich die Designerleute in der Lobby relativ wenig.
00:00:37: Dann ist mir auf ziemlich egal, ob der Sessel im Zimmer von einem sehr bekannten italienischen Designer stand.
00:00:44: Ich will schlafen!
00:00:46: Kürzlich war es geschäftlich unterwegs – ich erzähle euch hier eine kleine Geschichte.
00:00:51: Ich musste auswärts übernachten und ich sage bewusst «muste».
00:00:56: Denn ich habe inzwischen einen gewissen Horror vor Hotelübernachtungen.
00:01:01: Ich schlafe in Hotels häufig schlecht bis sehr schlecht.
00:01:04: Ich bin in den letzten Jahren extrem empfindlich geworden auf Licht und Lärm.
00:01:09: Mein Nervensystem scheint auf Geschäftsreisen grundsätzlich zu denken.
00:01:14: Super neue Umgebung, dann überwachen wir die heutige Nacht doch einfach mal komplett!
00:01:21: Das Hotel war gut vier Sterne nicht ganz günstig.
00:01:24: schön gestaltet sehr schön gestaltet.
00:01:27: ich kam ins Team und dachte zunächst wunderbar bis ich das Licht lüchte.
00:01:33: Und dann begann die Show, hier leuchtete eine Diode dort blinkte irgendein technisches Gerät am Fernseher gelohnt ein kleines rotes Licht.
00:01:42: Irgendwann war noch ein kleimes grünes.
00:01:45: Es waren ein bisschen wie Weihnachten einfach ohne Geschenke.
00:01:49: Also trete ich mich zur anderen Seite Schlechte Idee Denn da waren die Vorhänge oder das was offenbar als Verdunkelung angedacht gewesen war.
00:02:00: Durch den Spalt fiel die ganze Nacht das Straßenlicht ins Zimmer.
00:02:05: Und plötzlich wurde aus meinem vier Sternehotel eine Versuchsanordnung zur Frage, wie viel Licht braucht es eigentlich um Nikol vom Schlafen abzuhalten?
00:02:16: Antwort erstaunlich wenig!
00:02:19: Am nächsten Morgen war ich ziemlich gerätet.
00:02:22: Zum Glück hatte mein Meeting bereits am Vortag stattgefunden.
00:02:26: Ich konnte also beim Ausjägen innerlich nur noch einen Satz denken endlich nach Hause.
00:02:33: Und genau hier kommen wir zu Evidence-Base Design, denn diese Nacht erzählt ziemlich gut warum EPD für die Hotellerie fundamental wichtig ist.
00:02:45: Evidence Base Design bedeutet vereinfacht – Wir gestalten Räume auf Basis dessen was wir über die Wirkung von Umgebung auf Menschen wissen.
00:02:57: Dabei nutzen wir wissenschaftliche Erkenntnisse aus Bereichen wie Neurowissenschaft, Umweltpsychologie oder auch der Gesundheitsforschung.
00:03:06: Wir fragen also was macht Licht mit unserem Körper?
00:03:11: Wie reagiert unser Nervensystem auf Geräusche?
00:03:15: Wann fühlen wir uns wirklich sicher?
00:03:18: Was unterstützt Regeneration und welche räumlichen Faktoren verursachen Stress, obwohl wir sie vielleicht kaum bewusst wahrnehmen?
00:03:29: Das Spanngild daran Unser Körper bewertet Räume längst, bevor wir anfangen über das schöne In-Tail-Design nachzudenken.
00:03:38: Er registriert Licht, Geräusche, Temperatur – Gerüche sehr wichtig!
00:03:44: Näh und auch Distanz, Möglichkeiten zum Rückzug Und ständig läuft im Hintergrund dieselbe Frage.
00:03:52: Bin ich hier sicher genug um los zu lassen?
00:03:56: Das ist besonders im Hotel entscheidend Denn Schlaf ist vermutlich der Zustand, in dem wir uns am verletztlichsten fühlen.
00:04:05: Wir schalten Kontrolle ab und verlieren den Überblick über unsere Umgebung.
00:04:10: Unser Nervensystem muss also überzeugt sein.
00:04:14: Hier passiert jetzt gerade mal nichts!
00:04:17: Du darfst schlafen.
00:04:20: Und jetzt stellen wir uns ein Hotelzimmer vor indem es blinkt Geräusche aus dem Flur kommen und irgendwo das Licht durch Vorhänge fällt.
00:04:30: Für unseren bewussten Verstand sind das Kleinigkeiten Pipifatz.
00:04:35: Für ein sensibles Nervensystem könnten sie betäuten.
00:04:40: Ah, hier bleibe ich noch ein bisschen wach!
00:04:45: Das Hotelversprechen.
00:04:47: und damit sind wir bei einem Punkt über den in der Hotellerie viel zu wenig gesprochen wird.
00:04:52: Das Hotel-Versprechen gibt einen Versprechen ab, sagt er es will.
00:04:58: Es verspricht Erholung Geborgenheit Regeneration, je höher die Kategorie natürlich das umso höher der Preis desto größer wird dieses Versprechen.
00:05:10: Das beginnt lange vor den Check-in.
00:05:14: auf der Webseite zum Beispiel sehe ich wunderbare Bilder weiche Beten dämpft es Licht ruhe.
00:05:22: vielleicht steht da auch etwas wie ankommen und loslassen.
00:05:28: Dann komme ich im Zimmer an und verbringe die Nacht damit, die LED Anzeige der Klimaanlage vielleicht mit einer Socke abzudecken.
00:05:36: Weil ich habe nichts anderes zur Hand!
00:05:39: Das finde ich ziemlich schwierig.
00:05:41: Denn unsere Wahrnehmung eines Hotels entsteht genau in dieser Lücke zwischen Erwartung und Erfahrung.
00:05:50: Wenn ein Hotel Ruhe verspricht muss der Raum ruhe ermöglichen.
00:05:56: Wenn es Regeneration verspricht, muss das Zimmer Regenation unterstützen.
00:06:03: Das ist für mich die eigentliche Qualität eines Hotels und jetzt wird es etwas wirtschaftlich.
00:06:13: Emotional ROI Ich spreche in diesem Zusammenhang gerne vom emotional ROI Return on Investment kennen wir.
00:06:23: Wir investieren Geld und erwarten einen wirtschaftlichen Ertrag.
00:06:28: Beim Emotional ROI geht es um die emotionale Rengite einer Erfahrung.
00:06:35: Was bleibt nach meinem Aufenthalt?
00:06:38: Wie habe ich mich gefühlt, wie hat mein Körper auf diesen Ort reagiert?
00:06:44: und vor allem möchte ich wiederkommen!
00:06:48: Denn Menschen erinnern sich erstaunlich gut daran, wie sie sich an einem Ort gefühlten.
00:06:54: Vielleicht können Sie zwei Wochen später nicht mehr sagen welche Farbe der Teppich hatte.
00:06:59: Sie wissen möglicherweise nicht mehr, welche Marke die Armatur war.
00:07:04: Das ist auch nicht so wichtig!
00:07:06: Aber sie wissen ich habe dort fantastisch geschlafen oder eben Ich war morgens völlig fertig.
00:07:16: und genau daraus entstehen Bewertungen Weiterempfehlungen Loyalität Und das macht EBD auch wirtschaftlich interessant Denn wenn wir über Hotelqualität sprechen, sollten wir Wirkung missen.
00:07:32: Was bedeutet das konkret?
00:07:34: Beginnen wir beim Licht!
00:07:37: Ein Hotelzimmer braucht Nachts-Dunkleid und Dunklei bedeutet Dunkel.
00:07:44: Verdunkelungsvorhänge müssen so geplant sein dass seitlich kein Straßenlicht durchsickert.
00:07:51: Technische Geräte sollten sich vollständig ausschalten lassen können.
00:07:57: Displays sollten dem wahr sein.
00:08:00: Auch kleinställig Quellengehören überprüft, das klingt eigentlich ziemlich banal bis man nachts im Bett liegt und auf einen leuchtenden Punkt starten.
00:08:12: Ebenso wichtig ist für mich die Akustik.
00:08:14: Geräusche aus dem Gang zuschlagende Türen oder technische Anlagen seit der Lift genannt zum Beispiel hört man ja oft in den Hotelzimmern können entschlafen massiv beeinträchtigen.
00:08:29: Ein schönes Kopfteil hilft wenig, wenn um sechs Uhr morgens der Zimmerservice auf dem Korridor rumurt.
00:08:37: Auch Orientierung spielt eine große Rolle – ein Raum den wir intuitiv verstehen reduziert unbewussten Stress.
00:08:49: Muss das bat?
00:08:50: Wie schaltest du das Licht aus?
00:08:52: Wie funktioniert die Klimaanlage?
00:08:55: Und warum brauche ich eigentlich für die Dusche ein Informatikstudium?
00:09:00: Gutes Design erklärt sich weitgehend selbst und sollte intuitiv sein, gerade im Hotel wo der Gast den Raum zum ersten Mal betritt.
00:09:13: Und jetzt noch etwas sehr Praktisches!
00:09:14: Mein kleiner Hotel-Survival-Hack.
00:09:19: Seit solchen Nächsten wie gerade ich erlebt habe denke ich ernsthaft darüber nach mein Reisegepäck zu erweitern Zambürste, Ladekabel und schwarzes Klebeband.
00:09:33: Kleine Stücke davon regten möglicherweise ganze Geschäftsreisen.
00:09:38: LED deckt Klebebands drauf.
00:09:41: Alternativ gibt es kleine ablösbare Verdunkelungssticker – für widerspenstige Vorhänge hilft eine kleine Kolammer!
00:09:50: Das ist quasi Evidenz-Base-Design für unterwegs oder Do It Yourself-Hotellerie.
00:09:57: Eigentlich wäre es natürlich schöner, wenn der Gast diese Dinge gar nicht bräuchte und genau darin liegt die Chance für Hotels.
00:10:07: Hotels investieren enorme Summen in Gestaltung Materialien werden ausgesucht möbelkuratiert Farbwelten entwickelt.
00:10:15: das ist wichtig ziemlich wichtig.
00:10:18: doch die entscheidende Frage lautet für mich was macht dieser rahmete Menschen der darin lebt schläft und aufwacht?
00:10:28: Das ist vielleicht der wichtigste Perspektivenwechsel.
00:10:32: Vielleicht brauchen wir deshalb in der Hotellerie eine neue Definition von Luxus.
00:10:38: Luxus ist ein Zimmer, in dem ein Ernstesystem Ruhe findet Eine Nacht nach der ich morgens wirklich erholt aufwache.
00:10:50: Ein Raum der Held was die Marke vorher versprochen hat Denn genau hier treffen sich Evidenz-Base-Design und emotional ROI.
00:11:00: Ein Hotelzimmer ist ein hochwirksamer Lebensraum auf Zeit!
00:11:06: Und wer diesen Raum konsequent aus der Perspektive des menschlichen Körpers gestaltet, schafft eine neue Qualität.
00:11:14: die Gäste spüren – manchmal sogar ohne erklären zu können warum.
00:11:19: sie schlafen einfach gut, sie fühlen sich wohl und kommen wieder….
00:11:25: Vielleicht ist das die schönste Form von Evidenz-Base Design, wenn niemand darüber reden muss weil der Raum seinen Job macht.
00:11:35: Und falls er es nicht tut habe ich künftig Klebeband dabei.
00:11:39: sicher ist sicher!
00:11:41: Warum wirken?
00:11:43: Immer?
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