Räume planen für Herz, Hirn und Nervensystem – Evidence-based Design erklärt
Shownotes
Hast du dich schon mal gefragt, was dein Sofa mit deinem Nervensystem macht? Oder warum du dich in manchen Räumen sofort wohlfühlst und in anderen am liebsten gleich wieder raus möchtest? In der heutigen Episode meines Podcasts “Spatium” gebe ich dir Antworten, die dich überraschen werden!
Ich nehme dich ganz unkompliziert mit in die spannende Welt des Evidence Based Design. Mit über 30 Jahren Erfahrung in Interior Design und Raumgestaltung zeige ich dir, wie du mit einfachen Kniffen mehr Wohlbefinden und Balance in dein Zuhause holen kannst.
Du erfährst, wie sehr dein Umfeld, egal ob Arztpraxis, Hotellobby oder dein eigenes Wohnzimmer, dein Wohlbefinden und sogar deine Gesundheit beeinflusst.
Ich stelle dir vor, warum es wichtig ist, Räume nach den Bedürfnissen deines Nervensystems zu gestalten, statt nur nach Ästhetik. Dazu gibt’s praktische Hands-on-Tipps, die du direkt zuhause ausprobieren kannst.
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Informationen & Anmeldung zu den Workshops: https://nicolegottschall.ch/workshops
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/nicole-gottschall-49b5319/
Transkript anzeigen
00:00:09: Herzlich willkommen zu meinem Podcast Spatium Wellbeing für Herz, Tier und Raum.
00:00:16: Ich bin Nicole Gottschall, Evidenz-Based Design Spezialist in der Raumspartagien, Kianierin für Räume und auch Innenarchitektik mit über dreißig Jahren Erfahrung.
00:00:26: Ich möchte euch heute genau das, was in meinem Titel steht, das Evidenze-Bazedesign erbringen und stell' euch folgenden Frage!
00:00:36: Wisst ihr überhaupt, was euer Sofa mit eurem Nervensystem macht?
00:00:42: Ungewöhnliche Frage aber genau da setzt Evidenz Best Design an.
00:00:48: Ich werde euch heute nicht zuballend mit Fach chinesisch sondern ganz einfach das Thema erklären so dass es jeder versteht weil eine explodierende Fachrichtung ist jetzt im Moment, im Interior Design in der Architektur oder sagen wir mal in der kompletten Umgebungsgestaltung.
00:01:10: Und wenn ihr jetzt eigentlich an eure Wohnung denkt überlegt euch Wo fühlt ihr euch wohl?
00:01:18: Wo vielleicht weniger?
00:01:19: habt ihr zum Beispiel einen Raum.
00:01:21: Da hält ihr euch wahnsinnig gern auf.
00:01:23: und vielleicht gibt es aber auch einen Raum, da geht's hier rein empfinden, da will ich nicht so gerne bleiben, dann gehe ich wieder raus.
00:01:32: Und so geht das mir oft wenn ich in eine Heime komme von Kunden dass ich dann irgendwie reinkomme und genau spüre diese Raum fühlt sich nicht so gut an Denke ich dann, das ist aber wohlig hier.
00:01:46: Hier möchte ich doch
00:01:47: bleiben.".
00:01:48: Und genau dort setzt Evidenz-Based Design an.
00:01:52: und Neuroscience es geht grundsätzlich darum wie reagiert unser Nervensystem auf unsere Umgebung?
00:02:02: Das kann wissenschaftlich belegt und bewiesen werden über Hormonwerte, Blutwerte Stresslevel im Körper
00:02:10: etc.,
00:02:11: etc.. Stellt euch mal einen Alltagsmoment vor.
00:02:16: Ihr sitzt zum Beispiel beim Arzt in einem Wartezimmer, oftmals sind diese Wartenzimmer nicht sehr schön gestaltet und hat sich auch eine andere Bewegung ein bisschen stattgefunden.
00:02:26: aber die meisten sind einfach ein wenig spartanisch eingerichtet.
00:02:33: Du hast irgendwie ein paar unbequeme Stühle, du hast weisse Wände, vielleicht noch die Zertifizierung des Arzes an der Wand.
00:02:42: Meistens hast du auch von oben Deckendlicht und da wirst du, ich gehe jetzt mal davon aus.
00:02:49: Das hängt nicht vom Arztbesuch ab aber du wirst unruhig.
00:02:52: Du wirst innerlich unruhm und fühlst dich nicht so wohl.
00:02:55: Und das ist eigentlich das Kontraproduktiv zu dem was passieren soll nachher in der Arzkonsultation.
00:03:02: Eigentlich solltest du dich wohl und in Vertrautheit fühlen.
00:03:06: Im Gegenzug stell dir mal vor, du sitzt in einer schönen Hotellobby.
00:03:10: Du hast den Sicht zum Eingang und alles ist schön hell.
00:03:15: Du siehst eine Wand im Rücken, sitzt in einem kuscheligen Sessel und kannst die ganze Lobby beobachten wer kommt und wer geht.
00:03:26: Da fühlst du dich wohl und da hast du alle so einen Blickfeld und ich sage dann immer ja hier hast du es im Griff eigentlich was um dich herum.
00:03:37: Also, Evidenz-Base-Design-Töne oder Neuraseins-Tön zuerst mal irgendwie so nach Weißerkittel und Labor ist es aber eigentlich nicht.
00:03:46: Es ist eine komplett neue Disziplin, die entstanden ist in den letzten Jahren.
00:03:53: Eigentlich wurde der Ursprung schon in den Achtzigerjahren gelegt.
00:03:57: Das war mit Roger Ulrich und da kommt eigentlich aus dem Spitalbau.
00:04:03: Also dieser Roger Ulreich hat herausgefunden dass Menschen, die in einem Krankenzimmer sind viel schneller genesen wenn sie Blick ins Grüne haben oder Zugang zu einem Balkon oder zu einem Atrium.
00:04:18: Also die Natur draußen vor den Fenstern hat etwas mit ihrem Genesungsprozess gemacht.
00:04:24: Sie haben weniger Schmerzmittel gebraucht zum Beispiel, sie haben viel kürzere rekommale Szenzen gehabt, wenige Schmerzen besseres Wohl befinden und konnten dadurch auch früher ihren Heimantritt genießen.
00:04:41: Das heißt kürze Geneasungsdauer.
00:04:43: dieses Wissen wurde dann weiterhin und man ging tiefer in die Forschung, weil es auch so spannend ist.
00:04:50: Und das ist eine Spannung für uns Menschen.
00:04:52: Was macht unser Nervensystem mit uns?
00:04:55: Warum ist das so?
00:04:57: Eine komplett neue Disziplin, die Räume nach nervensystem plant und nicht nach ästhetik.
00:05:07: Komplett neuer Denkansatz!
00:05:10: kommt ursprünglich danach aus dieser Entstehung von unserem Nervensystem.
00:05:15: Unser Nervenystem ist, saugeentschreibe, zweihundert tausend Jahre alt.
00:05:20: stellt euch das mal vor.
00:05:21: Zwei hunderttausend Jahren wurde der Mensch oder unser Nerven-System entwickelt wie wir heute sind, also dieser Homo sapiens und dieses Nerven System hat sich kaum verändert in all diesen Jahrtausenden.
00:05:35: natürlich haben wir das Gefühl Wir sind angepasst und leben in einem anderen Umfeld Aber das Nervensystem ist dasselbe geblieben.
00:05:42: Das Nervenystem agiert noch genau gleich, wie wenn wir eigentlich ein Höhlenbewohner werden.
00:05:48: Stellt euch das mal vor!
00:05:51: Und früher war es wichtig in diesen Höhlern, wenn ihr euch vielleicht gedanklich zurückversetzt in diese Analogie.
00:05:57: In den Höheln war's wichtig.
00:05:58: Wir mussten diesen Höllen-Eingang auch im Blickwinkel haben und einmal gucken kommt jetzt da der Tiger oder ist schönes Wetter draußen?
00:06:07: Oder zieht der Sturm auf... also war dieser Höhlen-Eingang für unser Nervensystem extrem wichtig.
00:06:13: Gleichzeitig gibt es diesen Höhleneffekt und gleichzeitig gibt es den Savanneneffekt, und Savanneeffekt ist eigentlich dieser Blick in die Weite was unseren Nervensysteem beruhigt.
00:06:25: das heißt wieder dieses Ich hab's im Griff oder ich sehe wo das Futter rumläuft oder ich seh da kommt die Herdeelefanten und das gibt mir persönlich Sicherheit wichtige große Direktive.
00:06:40: Das heißt, fühle ich mich hier sicher oder fülle ich mir hin nicht sicher?
00:06:45: Wenn du dich sicher fühlst dann willst du bleiben.
00:06:47: Wenn du dich nicht sicher oder unsicher fühlst, möchtest du eigentlich gleich wieder
00:06:51: gehen.".
00:06:52: Und genau dieser Effekt kann man sich in ganz vielen Bereichen zu Nutze machen, sei das in der Hotellerie, in der Gastronomie bei dir Zuhause im öffentlichen Raum, in Büros am Arbeitsplatz, in Shoppingmalls, in Geschäften... Das geht alles zusammen!
00:07:14: Es geht immer um den Menschen Und es geht immer um den Menschen und sein Nervensystem.
00:07:20: fühle ich mich sicher oder fühl ich mich unsicher.
00:07:23: So kannst du zum Beispiel, gehen wir auf diese ganzen Hormonmärkte der Stresslevel sein die entstehen wenn du zum beispiel Zugang zu Tageslicht hast.
00:07:33: dann verändert sich dein Cortisol-Spiegel und der Cortisol Spiegel ist ein Stressmarker der beeinflusst auch die Schlafqualität und führt wieder Melatonin also den Schlafhormon.
00:07:46: und hast du Zugang zur Tageslicht bei dir Zuhause im Office heißt, dass du regulierst dein Nervensystem und auf deine Hormonwerte nach dem Tagesrythmus.
00:07:57: Das nennt man auch Zirkadianen-Rhythmus.
00:08:01: Also da geht wirklich Geschmack und Trendtritt in den Hintergrund.
00:08:06: Es ist nicht mehr wichtig der alles schön gepützelt und Design sondern es geht eigentlich um die Wirkung.
00:08:15: Hast du zum Beispiel Zugang zu Natur?
00:08:16: Das ist das Roger Ulrich-Prinzip.
00:08:19: Hast du Zugang zur Natur, siehst du z.B.
00:08:22: von deinem Arbeitsplatz auch etwas grün oder in die Natur hinaus reguliert sich dein Nervensystem ganz anders als wenn du in einem geschlossenen Raum sitzen würdest.
00:08:33: Darum sind Pflanzen in einem Büroraum so wichtig weil sie unser Nervenystem anders ansprechen und damit besser regulieren als ohne Pflanzen.
00:08:45: Es gibt aber auch diesen Prospect and Refuge Momentum.
00:08:50: Das ist wieder dieser Savanneneffekt, wo ich eigentlich an Orten arbeite oder mich zur Ruhe komme und sitze.
00:09:00: Wo ich Schutz im Rücken habe.
00:09:02: Aber gleichzeitig diesen Weitblick in die Ebenen.
00:09:05: Das is Prospect & Refuge.
00:09:08: Das i ganz ein wichtiges Momentum in der Planung von Evidenz-Based Design.
00:09:13: Natürlich spielen auch Materialien eine grosse Rolle und Evidenz-Base-Design lebt auch vom natürlichen Materialien.
00:09:21: Und diese natürlichen, das können Holzoberflächen sein.
00:09:25: Das ist nie Krom oder das ist nie Glas weil Krom, Glasbettung sind von Menschen produzierte künstliche Gegenstände sondern Evidenze-Basedesign versucht die Verbindung zur Natur zu etablieren.
00:09:40: also aus diesem Ganzen Unterrichtung, eine Unterdesign-Richtung entstanden.
00:09:47: Das nennt sich Biofilig Design und das habt ihr vielleicht auch schon gehört.
00:09:51: dass biofilig design hat jetzt wirklich das schwappt jetzt über auf alle Planungsdisziplin was darum geht die Natur zurück zu uns Menschen zu führen und es ist jetzt gerade mit der Klimaerwärmung ganz ein wichtiges Thema wieder geworden.
00:10:08: wenn wir Bäume pflanzen oder grün Flächen haben anstatt Beton oder zugepflastet, haben wir ganz andere klimatischen Verhältnisse in unseren Häusern und um unsere Häuser.
00:10:24: Und jetzt wird es wirklich unbequem.
00:10:26: Die Wahrheit ist, dass unser Umfeld nach Rendite geplant ist.
00:10:30: Unsere Häuser sind nach Renditen geplant und unsere Umgebung der öffentlichen Raum – alles ist nach Rendit geplant weil es darum geht natürlich Kosten zu optimieren und die Gewinne zu maximieren.
00:10:43: Es ist aber vollkommen an Menschen vorangeplant, denn das sind kurzfristige Gedanken.
00:10:49: Der langfristige Gedanke müsste sein Wie schaffen wir, umgebungen in denen Menschen sich wohlfühlen?
00:10:58: In denen Menschen ihre Gesundheit erhalten können und wie schaffen wir Umgebungen wo Menschen prosperieren können.
00:11:06: Und auch fokussierter kreativer erfolgreicher unterwegs sind um dieser Gesellschaft einen Mehrwert zu bringen?
00:11:20: Hier schließt sich für mich der gesellschaftliche Bogen und es ist wirklich wichtig, dass wir in diesen neuen Mustern renken.
00:11:30: wie reguliert sich der Körper uns oder unser Nervensystem.
00:11:34: Ich gehe davon aus, dass sehr viele Burnout-Themen auch über diese Regulation von außen also die Umfeldgestaltung etwas vermindert werden könnten aufgrund von dem das wir ein beruhigteres an unseren Arbeitsplätzen zu Hause oder wo wir auch immer uns aufhalten.
00:11:55: Und hier kommt eigentlich die andere unbequeme Wahrheit, wie verbringen?
00:11:59: ein durchschnittlicher Mitteleuropäer verbringt heutzutage neunzig Prozent!
00:12:14: Das zählt der Arbeitsplatz dazu, aber zum Beispiel auch das Auto.
00:12:20: Und wenn ihr an neunzig Prozent eurer Lebensseite denkt, hey, Mensch, das muss eine gute Zeit sein!
00:12:26: Da muss ich mich wohlfühlen und ... Das prägt mich mehr als alles andere, wenn ich meinen Zeit in Innenräumen verbringe.
00:12:37: Das macht etwas und das steht in Wechselwirkung mit meinem Nervensystem.
00:12:43: Und hier komme ich auch nicht zum Punkt.
00:12:45: Ich bin der festen Überzeugung, dass Evidenz-Based Design diesen Schritt jetzt einleitet, das sind Neuroscience, Evidenze-Bazedesign.
00:12:55: Diesen Schritt einleiten, dass wir vom Design weg... Es darf immer noch schön sein, natürlich.
00:13:02: Schönheit erfreut das Auge und es ist ein wichtiges Momentum.
00:13:06: aber wir müssen uns mehr überlegen.
00:13:08: wo ist die Wirkung von diesen Räumen die wir planen und in denen Menschen ihre Zeit verbringen?
00:13:19: Ich habe für euch einen kleinen Hands-on-Tipp mitgebracht, den ihr ausprobieren könnt bei uns zu Hause.
00:13:26: Geht doch mal an den Ort wo ihr die meiste Zeit verbringt es mal gegen mich vor dem Fernseher sein.
00:13:33: Am Esst ist sein in einem Sessel sein wie auch immer.
00:13:36: geht an diesen Ort und guckt euch mal wirklich Nervensystem fokussiert diesen Platz an.
00:13:43: Habt ihr von diesem Ort zum Beispiel den Blick auf die Türen oder Gehwegachten, wo das meiste irgendwie passiert.
00:13:52: Das bringt immer Unruhe und vielleicht nützt es, dass ihr eure Zestel gerade mal einen halben Meter oder ein Meter verrückt und so einen besseren Blick auf diese Durchgangszonen oder ich sage dem auch unruhe Zonen habt.
00:14:07: Das macht etwas mit eurem Nervensystem, das wird euch helfen in die Entspannung zu kommen.
00:14:12: Und dann gibt es noch ein anderes Moment und das ist das Licht.
00:14:16: Schaut mal wie an diesem Platz das Licht funktioniert!
00:14:19: Habt ihr Tageslicht?
00:14:21: Super!
00:14:22: Hab dir das Licht zum Beispiel am Abend von oben der Decke... ganz schlecht.
00:14:26: Weil das Nervensystem ist darauf getrimmt, dass Licht am Abend geht ja wie die Sonne unter.
00:14:33: Die Sonne geht unter und da ist unser Nerven-System draufgetrimmt.
00:14:37: Das wird zur Entspannung weil dann wird es nachts und dann kommen wir zur Ruhe.
00:14:42: Entspannen heißt das Licht muss auf einer Augeebene sein und nicht von oben kommen, weil vom Oben bedeutet das Licht, es ist Tag und das reguliert wieder unser Melatonin, das heißt auch wieder wir füllen dann plötzlich ja es ist Tagabereignis soll das Abend sein und eigentlich sollten wir in die Entspannung kommen.
00:15:03: Und die Hormonproduktion sollte in Wallen kommen führt einen besseren Schlaf-Rhythmus.
00:15:09: Probiert das mal aus.
00:15:10: vielleicht macht es etwas mit euch.
00:15:12: ich würde es mir wünschen.
00:15:14: auf alle Fälle bleibt neugierig, bleibt neuguirig als Menschen auf Räume und vor allem auf euch selber.
00:15:22: Wenn euch dieser Podcast gefallen hat, dann abonniert ihn doch.
00:15:25: Ich werde noch so viel aus meiner riesen Schatzkiste mit euch teilen als über dreißig Jahre Erfahrung als Interior Designer und Evidenz Based Spezialistin.
00:15:38: Ich freue mich, schalte dir wieder rein!
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