Wie Büroräume unsere Produktivität und Kreativität nachhaltig beeinflussen

Shownotes

Hast du dich schon einmal gefragt, wie sehr dein Arbeitsplatz wirklich deine Produktivität, Kreativität und dein Wohlbefinden beeinflusst? In dieser Episode tauche ich mit dir in die faszinierende Welt der Raumgestaltung ein – mit Zahlen, wissenschaftlichen Studien und ganz praktischen Fragen an jeden Chef und jede Chefin.

Wir schauen uns an, warum Pflanzen mehr sind als nur Dekoration, weshalb ruhige Zonen und Tageslicht deine Leistung steigern können und wie schon kleine Veränderungen im Büroalltag für große Unterschiede sorgen. Außerdem erfährst du, wie unser Gehirn ständig auf die Umgebung reagiert, wieso der viel gelobte Open Space durchaus Schwierigkeiten bereiten kann und warum es sich lohnt, den eigenen Arbeitsplatz bewusster zu gestalten.

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00:00:07: Fünfzehn Prozent.

00:00:11: So viel höher war die Produktivität in einem Feldexperiment, nachdem ein Korgens Büro mit Pflanzen begrüht worden war.

00:00:21: Jetzt habe ich hoffentlich oder vermutlich die Aufmerksamkeit sämtlicher Geschäftsführer – Manager stehen nämlich auf Zahlen besonders wenn ein Prozentzeichen dahinter steht!

00:00:34: Die Studie von Marlon Niewenhuse und Kollegen erschien im Titel «The Relative Benefits of Green vs.

00:00:45: Lean Office Base».

00:00:48: Und plötzlich sieht die Monstera neben dem Drucker ganz anders aus, vielleicht ist sie Mitarbeiterin des Monats?

00:00:57: Natürlich produziert ein Fikus nicht automatisch fünfzehn Prozent mehr Umsatz – sonst hätte ich längst!

00:01:04: wahrscheinlich seine Pflanzenhandlung eröffnet.

00:01:07: Aber die Studie zeigt, unsere Arbeitsumgebung kann messbar beeinflussen wie wir arbeiten.

00:01:15: und deshalb meine Frage lieber Chef, warum denkst du eigentlich so wenig über meinen Arbeitsplatz nach?

00:01:24: Willkommen bei Spation!

00:01:26: Wellbeing für Herz, Hirn und Raum.

00:01:30: Unternehmen optimieren Prozesse, sie investieren in Software und schicken Mitarbeitende in Zeitmanagementkurse.

00:01:39: Der Rahmen steht währenddessen so einfach rum und kostet trotzdem.

00:01:43: dabei verlangen wir von unserem gehirntäglich höchstleistungen Konzentration gute Entscheidungen neue Ideen Kreativität.

00:01:54: Und wenn um halb vier nur noch genug Energie für die Frage Kaffee Vorhanden ist, vermuten wir ein Motivationsproblem.

00:02:04: Vielleicht sollten wir zuerst einmal den Raum anschauen.

00:02:07: Während du arbeitest, verarbeitet dein Gehirn nämlich permanent die Umgebung.

00:02:15: Hinter dir läuft jemand vorbei Ein Telefon klingelt Nebenan wird diskutiert.

00:02:21: Vieles davon blendest du bewusst aus.

00:02:26: Dein Gehirnen muss die Reize trotzdem verarbeiten.

00:02:31: Deshalb stelle ich bei Arbeitsplätzen gerne eine unbequeme Frage.

00:02:36: Wie viel Energie braucht ein Mensch, um seinen Arbeitsplatz auszublenden?

00:02:44: Ich komme oft in wunderschöne Büros, die seiner Stuhl edle Materialien – eine Wase, die vermutlich teurer war als mein erstes Auto.

00:02:53: und dann sitzt der Mensch mit dem Rücken zur Tür und schaut gegen einen weißen Mond!

00:02:59: Da denke Hey, der Stuhl kostet zwei Tausend Franklin.

00:03:05: Könnten wir jetzt nicht bitte den Tisch noch drehen?

00:03:10: In der Umweltpsychologie gibt es dafür das Prinzip Prospect and Refuge.

00:03:15: Wir mögen häufig Plätze an denen wir Überblick haben und uns gleichzeitig geschützt fühlen.

00:03:22: Ein bisschen Savanne ein bisschen Höhle.

00:03:25: Unser Nervensystem ist eben doch noch ziemlich altmodisch.

00:03:30: Wenn ständig jemand hinter dir vorbeigeht, zieht das deine Aufmerksamkeit auf sich.

00:03:38: Ein geschützter Rücken und ein guter Überblick können mehr Ruhe ermöglichen.

00:03:46: Manchmal braucht Raumstrategie deshalb keine teure Renovation.

00:03:51: Manchen reichen eigentlich nur neunzig Grad Tischdrehen.

00:03:58: Irgendwann dann vor Jahren kam die große Liebe zum Open Space.

00:04:03: Alle sehen alle, alle hören alle.

00:04:06: Alle dürfen jederzeit mit allen reden.

00:04:09: was könnte schiefgehen?

00:04:15: Zum Beispiel du liest gerade einen komplexen Vertrag.

00:04:18: hinter dir telefoniert jemand nebenan läuft ein spontanes Meeting und gegenüber ist dein Kollege einen Apfel mit der akustischen Präsenz einer Motorsäge.

00:04:33: dann heißt es konzentriert ich halt, großartig.

00:04:39: Unser Gehirn hat leider keinen Knopf mit der Aufschrift Kollegen ausblenden.

00:04:45: Deshalb ist Akustik Teil guter Arbeitsplatzgestaltung.

00:04:49: Schallabsorbierende Materialen können Nachhalt reduzieren.

00:04:55: Geschützte Bereiche können konzentrierte Arbeiter leisten.

00:05:00: Das ist im Fall keine Wellnessdekoration, es ist eine Investition in bessere Arbeitsbedingungen und mehr Produktivität.

00:05:10: Zurück zu unserer Mitarbeiterin des Monats.

00:05:13: Bei der Fähig-Design bringt unsere Verbindung zur Natur in die gebaute Umgebung.

00:05:19: Dazu gehören Ausblicke ins Grüne und natürliche Materialien.

00:05:24: auch Tageslicht ist wichtig!

00:05:29: Der International Human Spaces Report befragte rund siebentausend sechshundert Büroangestellte in sechzehn Ländern.

00:05:40: Beschäftigte im Arbeitsumgebungen mit natürlichen Elementenberichten, im Durchschnitt über sechs Prozent höhere Produktivität und fünfzehnt prozent höhere Kreativität.

00:05:56: Das waren im Fall selbst Auskünfte, keine garantierten Leistungssteigerungen.

00:06:02: Trotzdem spannen für mich denn in jedem zweiten Unternehmensleitbild steht Innovation und dann setzen wir die Menschen vor eine weiße Wand.

00:06:13: Wir erwarten dass sie die Zukunft des Unternehmen erfinden mit seventy Zentimetern Aussicht bis zum Bildschirm.

00:06:22: ambitioniert, oder?

00:06:24: Vielleicht wäre ein Blick aus dem Fenster zwischendurch gar keine schlechte Idee.

00:06:29: Oder einen Ort zu wechseln!

00:06:31: In einer Stanford-Studio von Meryli Opetso und Daniel Schwarz förderte Gehen bei bestimmten Kreativitätsaufgaben das Entwickeln neuer Ideen.

00:06:45: Wie cool ist das denn?

00:06:47: Gehen... vielleicht entsteht die beste Idee des Tages also unterwegs und nicht irgendwo in der Echselspalte.

00:06:56: gehe.

00:06:59: Ein Arbeitsplatz erzählt auch etwas über die Unternehmenskultur, auf der Webseite steht zum Beispiel unsere Mitarbeiterbeinten sind unser wichtigstes Kapital Und dieses Kapital sitzt unter schlechtem Licht neben dem Drucker.

00:07:17: Das ist dann kommunikativ finde ich schon noch schwierig.

00:07:22: Lieber Chef Geh morgen einmal durch dein Büro.

00:07:26: Schau auf die Menschen, was hören sie während der Arbeit?

00:07:31: Wohin geht ihr Blick?

00:07:33: können Sie sich zurückziehen wenn Sie konzentriert denken müsst?

00:07:38: und dann frag dich unterstützt dieser Raum wirklich die Leistung die ich von diesem Menschen erwarte?

00:07:47: Vielleicht muss ein Tisch gedreht werden.

00:07:50: Vielleicht braucht es eine ruhigere Zone, vielleicht muss die Arme Munstero endlich hinter den Drucker-Evo geholt werden.

00:08:00: Eines deiner unterschätzesten Management-Instrumente braucht keinen Login – er steht längst um deine Mitarbeitenden herum!

00:08:11: Es ist nämlich der Raum.

00:08:15: Und wenn du jetzt wissen möchtest, wie man solche Erkenntnisse konkret in Geschaltgestaltung übersetzt.

00:08:21: Am zwanzigsten November, sehnzehntzwanzig finden mein Tagesworkshop Räume wirken.

00:08:27: weißt du auch warum?

00:08:29: An der ESAAL in Luzernstadt.

00:08:32: dort beschäftigen wir uns mit Evidenz-Based Design und Neuroscience und damit wie Räime Menschen im Alltag besser unterstützen können.

00:08:42: Mehr Informationen findest du auf nickelgotschall.com-workshops.

00:08:48: Vielleicht sollten wir weniger Energie darauf verwenden, Menschen ständig zu optimieren und endlich auch ihren Arbeitsplatz ernst nehmen?

00:08:59: Was denkt ihr?

00:09:02: Ich bin Nickel Godschull.

00:09:03: Das war Spatium Wellbeing für Herzchen und Raum.

00:09:07: Und denk daran Räume Wirken Immer!

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